01.09.2026

Mathilde-Wesendonck-Verband



Denkpause:

Wo wir sind, sehen wir uns nicht;
nur, wo wir nicht sind, da weilt unser Blick auf uns
.
Richard Wagner an Mathilde Wesendonck,
Tagebuch, Luzern, 4. April 1859 

 
 
Wir, vom Mathilde-Wesendonck-Verband, widmen unser Interesse und unsere Arbeit Mathilde Wesendonck - ihrem Leben - ihrem Wirken - ihrer Bedeutung. Schliesslich war sie mehr als "nur" die Muse von Richard Wagner.
==> Der Verband  

Unser größtes aktuelles Vorhaben ist die Vorbereitung eines Mathilde-Wesendonck-Jahres 2028 - die Zeit zwischen ihrem 125. Todestag (31.08.2027) und ihrem 200. Geburtstag (23.12.2028). Dazu suchen wir in allen Städten, wo Mathilde Wesendonck gelebt und gewirkt hat, Mitstreiter, Interessierte und Förderer für kulturelle und thematische Aktionen.
==> MWJ2028  
 
 
Eines unserer immerwährenden Vorhaben ist die Herausgabe unser Schriften des Mathilde-Wesendonck-Verbandes mit ausführlichen wissenschaftlichen Abhandlungen zu bestimmten Themen zu den Wesendoncks.
==> SdMWV  
 
Jedes Jahr werden 3 Rosen für ... auf dem Familiengrab der Wesendoncks auf dem Alten Friedhof Bonn niedergelegt und es wird an sie erinnert.
==> Chronik 
 
 
Zu unserem Blog geht es hier weiter. 
 
 
Setzen Sie sich mit uns in Kontakt. 
==> Impressum   
 
WhatsApp-Kanal Mathilde und Otto Wesendonck

 
 
* * *


MWJ2028 - Warum ist Mathilde Wesendonck wichtig?

Mathilde-Wesendonck-Jahr 2028
Warum ist Mathilde Wesendonck wichtig?


 
1828 - 2028: 200 Jahre Mathilde Wesendonck.

  
 
Mathilde Wesendonck: Wichtig?

Muss man Mathilde Wesendonck kennen? Nein, mit Sicherheit nicht. Aber sie kennen zu dürfen – das bereichert.

Mathilde Wesendonck ist welt-musikgeschichtlich bedeutsam, da Richard Wagner sie auf den Thron der Vergötterung erhob – durch diverse Opern, allen voran durch die Oper „Tristan und Isolde“, die auch locker „Richard und Mathilde“ heißen dürfte.

Verewigt ist sie bereits in den ersten Sekunden, im Tristan-Akkords:
So, wie Picasso und Kandinsky erstmals das Tor zur abstrakten Malerei aufstießen, öffnet 1865 der Tristan-Akkord das Tor zur modernen Musik - als Ausdruck einer nicht erfüllten, einer nicht befriedigten Harmonik, sprich unglücklichen Liebe.
Der Tristan-Akkord steht bis heute für das Leid der schon verheirateten Mathilde und Richard, die eben nicht zusammenkommen konnten. Erst nach 4,5 Stunden erstmals gehörter, revolutionärer Dissonanzen der Oper „Tristan und Isolde“ findet sich die klangliche Erlösung: im gemeinsamen „Liebestod“.

Mathilde Wesendonck war also die Inspirationsquelle moderner Musik. Ohne Mathilde Wesendonck wäre unsere Musik heute eine ganz andere. Ohne Mathilde Wesendonck hätten fast alle nach Wagner kommende Komponisten anders komponiert. Ohne Mathilde würde heute jedes Autoradio andere Musik spielen.

Jetzt kann man kritisch einwenden: An all diesem war Mathilde Wesendonck nur passiv beteiligt? Mathilde wurde durch Wagner nur „abgebildet“? Nicht ganz!

Zunächst: Ja: Mathilde war keine Widerstandskämpferin, hat keine weltbewegenden Dramen geschrieben. Und ganz ehrlich: Ohne Wagner würden wir sie nicht kennen!

Trotzdem interessiert die Frage, wer sie war!
„Mathilde Wesendonck zu kennen, ist wichtig, weil …“?
Da sind zunächst die fünf Wesendonck-Lieder, die zwar von Wagner vertont wurden, die aber auf ihren Texten fußen! Es sind Mathildes Texte.
Und gerade bei den Melodien zu den Texten „Im Treibhaus“ und „Träume“ gingen die beiden, ging Wagner erstmals durch jene Tür völlig neuer Dimensionen der Musik: Innere Konflikte in Noten zu fassen.

Mathilde ist damit schon etwas mehr als nur passive Projektionsfläche.
Sie war gut situiert, hochgebildet, sprach mehrere Sprachen, hatte in Frankreich, der Schweiz gelebt und kannte die Vereinigten Staaten.
Sie war Mutter von fünf Kindern (von denen vier Kinder vor ihr starben), und schrieb eigene, heute wenig bekannte Dramen und Kinderbücher.
Sie war in Zürich, Dresden, Berlin bekannte Salonniere und stand mit vielen Komponisten in Kontakt, wie z.B. mit Brahms.

Letztlich aber bot sie mit ihrem Mann auch jemandem Haus, Asyl und enorme finanzielle Unterstützung, der als Demokrat und Revolutionär in Deutschland als Krimineller steckbrieflich gesucht wurde: dem Komponisten Wagner.

Ganz besonders jedoch sticht sie bei einem Wert hervor, der heute immer noch geschätzt wird: Treue.
An ihrer Treue hielt sie als Verheiratete auch fest, als Wagner sich ihretwegen das Leben nehmen wollte – wie Briefe und die Oper „Tristan und Isolde“ zeigen.
Unverbrüchliche Treue hatte sie auch schon Jahre zuvor bewiesen:
Als sie, aus Liebe zu ihrem Mann, den Namen von dessen erster, verstorbenen Ehefrau annahm. Aus der jungen Frau Luckemeyer wurde eben nicht nur Frau Wesendonck, sondern sie änderte auch ihren Vornamen: Aus Agnes wurde Mathilde.
Ist eine solche Treue ein „gutes“ Vorbild? Genau darüber kann man nachdenken!

Klar ist aber auch: Solche Treue steht auch für Friedfertigkeit. Und Friedfertigkeit kommt auch in dem Musikstück zum Ausdruck, das wie nichts Anderes für Mathilde Wesendonck steht: Der „Liebestod“, dem letzten Teil der Oper „Tristan und Isolde“:
Wenn Konflikte oder unerfüllte Liebe sich auflösen, ihre Gegensätzlichkeit verlieren, miteinander, ineinander verschmelzen, eins werden, Nichts sind, wie im Nirvana - dann ist das ein zutiefst friedliebender, buddhistischer Ansatz.
Über dieses Fühlen, diesen Buddhismus haben die beiden sich ausgetauscht.

Damit: Wagner wird weltweit ob seiner musikalischen Genialität verehrt.
Doch es war diese Frau, die mit ihrem Mann diesen Wagner nicht nur finanziell, sondern auch seelisch mit dem ausstatteten, was ihn zu dem machte, was er wurde.
Dabei geriet sie selbst in gefährliche Fahrwasser – blieb ihrem Mann jedoch treu.
Sie nahm Wagners Hand, ließ ihn ihre „verheiratete Zuneigung“ spüren, und lenkte ihn auf einen neuen Weg: Gemeinsame, innere Schmerzen, innere Konflikte durch das auszudrücken, was der leidende Komponist am besten beherrschte: Musik.
Der Name dieser Frau: Mathilde Wesendonck.

Gerade deshalb müsste der revolutionäre, sehnsuchtsvolle Tristan-Akkord, der unsere Musik für immer veränderte, anders heißen:
Mathilde-Akkord.
 
Links und Downloads:
 

* * *


Aktuelles

Aktuelles

  
 

 
Anläßlich des 125. Todestages im Jahr 2027 und des 200. Geburtstages im Jahr 2028 Mathilde Wesendoncks bereiten wir das Mathilde-Wesendonck-Jahr 2028, das
 
MWJ2028 
  
vor und planen, eine Reihe Aktionen zu initiieren und selbst durchzuführen. Ideen sind immer herzlich willkommen. 
  
  
* * *
    

Richard Wagners Schweizer Jahre

Gern weise ich auf  zwei Neuerscheinungen  der Musikhistorikerin Dr. Verena Naegele aus Rombach, Schweiz hin. Im Georg Olms Verlag erscheinen (Juli, Oktober 2026) ihre zwei neusten Bücher zum Thema "Richard Wagner in der Schweiz" (Band 1 und 2).
 
Naegele, Verena: Richard Wagner. Vom politischen Flüchtling zum Festspielgründer. Band 1: Zürich (1849–1858); Band 2: Luzern (1859–1872). Georg Olms Verlag, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2026. 
 
   
 Links:
      
* * *
  
Bei BoD ist ein neues Buch erschienen. Von Björn Seidel-Dreffke kam ein Buch zum Thema "Geschichte des Briefes" heraus. Zwei weitere Bücher von Björn Seidel-Dreffke und Thomas Seidel zu den Themen "Mathilde Wesendonck" und "Francesco De Sanctis".
 
 
Zu beziehen sind sie bei BoD und in jeder Buchhandlung des Vertrauens.
 
* * *
  
Im März 2026 erschien das Heft 11 der Schriften des MWV:
 
Spiegelungen & Reflexionen. Beiträge zur Forschung. 
Mathilde & Otto Wesendonck. Teil II
 
 
 
 
Im Teil I der Spiegelungen & Reflexionen wurden neuere Beiträge der Öffentlichkeit präsentiert. In diesem II. Teil finden Sie ältere Artikel, Beiträge & Aufsätze aus der Zeit Ende 19. Jahrhundert bis in die 40/50er Jahre des 20. Jahrhunderts. 
So reicht das Spektrum der Texte von den ersten Erwähnungen Mathilde Wesendoncks in literarischen Zeitschriften und Lexika, über die Wertschätzung der Wesendonckschen Gemäldegalerie, der Publizierung der Briefe Richard Wagners an Otto und Mathilde Wesendonck bis hin zu Wertungen ihrer Lebensleistungen, begonnen mit ihrem Ableben und in den folgenden Jahren, hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Leben des Dichterkomponisten Richard Wagner – ein ausgewogener Querschnitt der doch reichhaltigen Literatur dieses Zeitabschnittes.
 
* * *
 
Die Schriften können auch über die Plattform Booklooker bezogen werden. 
   
Weitere Hefte der Schriften des MWV:
 
Heft 10: Mathilde & Otto Wesendonck. Ein Handbuch für Forschung & Information
Materialien zu Leben – Werk – Wirkung. Teil IV: Briefausgaben, Band C 
– Briefverzeichnisse   
 
Heft 9: Mathilde & Otto Wesendonck. Ein Handbuch für Forschung & Information
Materialien zu Leben – Werk – Wirkung. Teil IV:
 Briefausgaben, Band B – Über diese & weitere Briefausgaben 
 
Heft 8: Mathilde & Otto Wesendonck. Ein Handbuch für Forschung & Information
Materialien zu Leben – Werk – Wirkung. Teil IV:
 Briefausgaben, Band A – 120 Jahre Tagebuchblätter und Briefe 
 
Heft 7: Spiegelungen & Reflexionen. Beiträge zur Forschung. Mathilde & Otto Wesendonck. Teil I
 
Heft 6: Mathilde & Otto Wesendonck. Ein Handbuch für Forschung & Information
Materialien zu Leben – Werk – Wirkung. Teil III:
Privatbibliotheken – Wesendonck & von Bissing
 
Heft 5: Mathilde & Otto Wesendonck. Ein Handbuch für Forschung & Information. Materialien zu Leben – Werk – Wirkung. Teil II: Bibliografie & Archive - Sekundärliteratur
 
Heft 4: Mathilde & Otto Wesendonck. Ein Handbuch für Forschung & Information
Materialien zu Leben – Werk – Wirkung. Teil I: Bibliografie – Primärliteratur
 

Heft 3: Franz von Lenbach - Seine Porträts von Mathilde Wesendonck.

Heft 2: The Mysterious Wesendoncks. Deutsche Emigration in die USA im 19. Jahrhundert und der Sezessionskrieg von 1861–1865. August, Hugo und Otto Wesendonck in den USA.
 
Heft 1: Zürcher Tonhallekrawall vor 150 Jahren. Sein Hergang und seine Folgen. Schweiz, Frankreich, Deutschland und die Wesendoncks 1871.
 
    
  
Publikationen bei BoD 
  
Seidel-Dreffke, Björn; Schwarz, Werner: Briefe schreiben im Wandel der Zeiten und andere Postgeschichten. Ausgewählte historische Aspekte eines Genres im Unter- oder Übergang. BoD, Hamburg 2026, gebunden, 14,8 x 21,0 cm, 480 Seiten, mit Abbildungen, 35,00 €, ISBN 978-3-6967-7717-3 (Print), ISBN 978-3-6967-4745-9 (E-Book).   
  
Seidel-Dreffke, Björn: Mathilde Wesendonck. Überlegungen zu Leben – Werk – Wirkung. BoD, Hamburg 2025, gebunden, 14,8 x 21,0 cm, 284 Seiten, mit Abbildungen, 29,00 €, ISBN 978-3-8192-4710-1 (Print), ISBN 978-3-8192-7179-3 (E-Book). 
  
Seidel-Dreffke, Björn: Geschichte der deutschen Privatbibliotheken. Ausgewählte Aspekte von den Anfängen bis zum 21. Jahrhundert. BoD, Norderstedt 2023, gebunden, 14,8 x 21,0 cm, 200 Seiten, mit Abbildungen, 29,00 €, ISBN 978-3-7583-0741-6 (Print), ISBN 978-3-7583-8060-0 (E-Book).
 
Seidel, Thomas (Hrsg.): Francesco De Sanctis. Ein Briefwechsel mit Mathilde Wesendonck. 1858–1861. Übersetzt und herausgegeben von Thomas Seidel. BoD, Hamburg 2025, gebunden, 14,8 x 21,0 cm, 168 Seiten, mit Abbildungen, 24,00 €, ISBN 978-3-7693-1002-3 (Print), ISBN 978-3-6951-2089-5 (E-Book). 
  
* * *
 
Am 7. August 1851 wurde die Tochter Myrrha in Zürich als zweites Kind der Familie geboren. 
 
Am 23. August 1854 starb Mathildes Großmutter mütterlicherseits, Katharina Stein, in Godesberg. 
 
Am 31. August 1902 starb Mathilde Wesendonck in ihrer Villa Traunblick in Oberösterreich. 
 
Am 3. September 1821 wurde Ottos Schwester Mathilde in Elberfeld geboren. 
 
Am 13. September 1855 wurde Sohn Guido in Zürich als drittes Kind der Familie geboren. 
   
  
Vor 170 Jahren komponierte Richard Wagner sein kleines Klavierstück Notenbrief für Mathilde Wesendonck. 
 
 
 
Vor 160 Jahren erschien Genovefa, ein Trauerspiel in 3 Aufzügen. 
 
 
 
Vor 155 Jahren erschien Friedrich der Große, ein Schauspiel in 5 Akten. 
 
 
   
Vor 150 Jahren erschien Kalypso, ein Dramatisches Gedicht. 
 
   
 
Vor 145 Jahren erschien Alkestis, ein Schauspiel in vier Aufzügen.  
 
 
  
  * * * 

Vers des Tages bei Wesendonck-Wagner.de  
 
http://wesendonck.blogspot.de/2013/12/vers-des-tages.html 

Gedichtszyklus Mignon in Gedichte, Volksweisen, Legenden und Sagen von 1874. 

* * *

Projektunterstützung
  

Spendenmöglichkeit für dieses Projekt

Spendenmöglichkeit (PayPal, Überweisung)
 

Zur Unterstützung unserer Tätigkeit können Sie diese Artikel erwerben.
 
   
Lesezeichen MWV 1 * Kartenset MWV 1 * Kartenset MWV 2
 
 
* * *

31.08.2026

Drei Rosen für ... - 2026

Drei Rosen für ... - 2026




 
Das Mathilde-Wesendonck-Jahr 2028 (MWJ2028) wirft seine Schatten voraus
 
Es gibt bereits erste Überlegungen, welche Aktivitäten im Jahr 2028 laufen können.
Aber auch das Familiengrab auf dem Alten Friedhof von Bonn muss natürlich 2028 top sein.
Eine grundständige Reinigung und ein grundständiger Schutz, insbesondere des roten, weichen Main-Sandsteins, erfordert jedoch große Vorbereitung:
Womit dürfen der rote Granit und der rote Main-Sandstein (nicht!) gereinigt und behandelt werden?
Wie vor allem will man den roten Main-Sandstein, aus dem die Pfeiler sind, schützen?
Wie bekommt man den Grünspan insbesondere aus dem roten Main-Sandstein heraus?

Das Mittel zur Reinigung
Das Mittel der Wahl sowohl beim roten Granit als auch beim roten Main-Sandstein ist bei der Reinigung, nach stundenlanger Recherche, Wasserstoffperoxid, damit praktisch Wasser mit Sauerstoff.
Dieser zersetzt organische Strukturen.
Anschließend kann man diese abwaschen oder herausspritzen.
Nach der Reinigung muss dann ein entsprechender Schutz erfolgen.
Beim roten Granit ist jedoch höchste Vorsicht geboten, denn die goldene Schrift, echtes Blattgold, darf nicht beschädigt werden.

Das Finish
Beim roten Granit ist das relativ einfach: Wie vor 14 Jahren, 2012, mit Mellerud Granit Seife.
Bis heute glänzt der Granit wie im 2012 hervorgeholten Glanz.
Schwieriger wird es beim roten Main-Sandstein.
Aber auch hier gibt es Schutzmittel verschiedener Hersteller.

Die große Reinigungsaktion … kommt!
Die große Reinigungsaktion fand in diesem Jahr noch nicht statt, weil mir dafür etwas sehr Wesentliches fehlt: ein akkubetriebener Hochdruckreiniger.
Diesen werde ich erst günstiger im Winter kaufen.
Eine der ganz großen Schwierigkeiten ist, dass es auf diesem alten Friedhof kein sauberes Trinkwasser gibt, sondern im Hitzesommer 2026 entweder überhaupt kein Wasser oder aber Brunnenwasser.
Wenn man nun also an diesem besonderen Grab die organischen Strukturen entfernen möchte und macht dieses mit Wasser, das selbst organische Strukturen enthält, kann das nicht funktionieren.
Dieses Jahr hatte ich 20 Liter frisches Wasser in Kanistern mitgenommen.
Sollte der Hochdruckreiniger irgendwann da sein, müsste ich dieses Volumen mit Sicherheit auf 50 oder noch mehr Liter erhöhen.

Was 2026 bereits getan wurde
Also blieb es in diesem Jahr zunächst bei der Erarbeitung der theoretischen Grundlagen und dem Entfernen von Efeu und weiterem Grünbewuchs auf den beiden Nachbargräbern.
Ein Laubbläser ermöglichte es mir, das viele Laub und die vielen Buchecker auf einen Haufen zusammenzutragen, der dann später von den Friedhofsgärtnern weggeschafft werden konnte.

Mathildes Blutbuche
Überhaupt ist es notwendig, an dieser Stelle ein Wort zu der Blutbuche am Wesendonck-Grab zu verlieren.
Recherchen im offiziellen Baumverzeichnis der Stadt Bonn haben ergeben, dass diese Blutbuche im exakt gleichen Jahr gepflanzt wurde, in dem das Grab 1882 zum Tode des Sohnes Hans in Bonn angelegt wurde.
Nun, ganz so eindeutig, wie behauptet, ist die Sache nicht.
Da in unserem kleinen Mathilde-Wesendonck-Verband-Kreis unter anderem auch eine sehr gewissenhafte Wissenschaftlerin ist, die frühere Direktorin des Stadtmuseums, muss man feststellen: Es gibt keinen eindeutigen Beleg oder Hinweis darauf, dass die Buche in der Tat 1882 gepflanzt wurde.
Das Geburtsjahr der Blutbuche ist für das Jahr 1882 sehr naheliegend, aber nicht bewiesen.
Es lässt sich auch nicht behaupten, dass die Blutbuche von 1882 an bis heute einem entsprechenden Alter entsprechen würde, denn vielleicht war sie bei der Pflanzung bereits drei Jahre alt.
Der Begriff „Mathildes Blutbuche“ ist in diesem Sinne keine wissenschaftliche Feststellung, sondern der Hinweis auf eine Wahrscheinlichkeit.
Aber auch überdies: Ja, die Buche steht am Mathildes Grab, weshalb die Bezeichnung „Mathildes Blutbuche“ durchaus richtig ist.
Doch ach und weh: Der Baum befindet sich im Zustand 4 – das ist der schlimmste Gesundheitszustand, den ein Baum erreichen kann.
Blutbuchen leiden extrem unter der Hitze und Trockenheit.
Bereits vor Jahren haben in der Krone Stutzungsmaßnahmen stattgefunden: Wenn man ganz genau hinschaut, kann man auch eine Stange in der Krone erkennen.
Wir versuchen gerade, mit dem Grünamt der Stadt Bonn zum Zustand der Blutbuche weitere Informationen einzuholen.
Entsprechend befand sich im Jahr 2026 auf Mathildes Grab eine Unzahl von Bucheckern.
Dieses kann begründet durchaus als letzte Notmaßnahme eines im Überlebenskampf befindlichen Baumes verstanden werden.
 

War Mathilde am Grab?
Im Zusammenhang mit Mathildes Blutbuche hatten wir noch eine weitere, hochinteressante Mail-Diskussion in unserem kleinen Kreis.
Nicht nur ist unklar, ob Mathilde gar selbst die Blutbuche gepflanzt hat, sondern vor allem auch, ob sie überhaupt jemals an ihrem Grab war.
Auch hier haben wir eine ähnliche Beweissituation: Wirklich alles spricht dafür, dass Mathilde selbstverständlich nicht nur am Grab stand und weinte, als sie mit Ehemann Otto und Tochter Myrrha aus Ägypten zurückkam und die Todesnachricht vom Tode ihres Lieblingssohnes Hans durch Schwiegersohn von Bissingen erhielt.
Es spricht ebenso alles dafür, dass sie bei den Beisetzungen ihres geliebten Ehemannes Otto und ihrer Tochter Myrrha am Grab stand und weinte und vielleicht die Blutbuche mit Wasser versorgte.
Aber doch: Wissenschaft ist Wissenschaft.
Wir haben bislang keinen eindeutigen Beweis dafür.
Es gibt kein entsprechendes Foto.
Wir haben bis jetzt keinen Hinweis in persönlichen Briefen oder in Schriftstücken befreundeter anderer Personen.
Gefunden hatte die frühere Direktorin des Stadtmuseums Bonn einen Zeitungsartikel, der über die Teilnahme ihres Schwiegersohnes Karl, der inzwischen rechte Hand des Kaisers geworden war und eigens aus Sankt Petersburg angereist war, an einem Begräbnis berichtete.
Aber Mathilde wird in dem kleinen Artikel nicht erwähnt!
War sie vielleicht am Grab, aber wurde nicht erwähnt?
Das ist durchaus möglich und naheliegend, weil die entsprechende Literatur zur Bedeutung Mathildes erst später erschien.
Wurde sie vielleicht deshalb … noch nicht erwähnt?
 

Die neue Postkartenbox
Gleichwohl gibt es am Grab auch eine Neuerung, über die ich lange nachgedacht habe: An dem Grab befindet sich nun eine kleine Postkartenbox.
Aus dieser kann man sich eine Postkarte mit dem Gemälde von Mathilde und Kontaktdaten auf der Rückseite mitnehmen.

Die drei Rosen
Und: Es gibt noch eine wichtige Änderung.
Seit dem 31. August 2026 befinden sich nun durchgehend unsere symbolischen zwei gelben und eine rote Rose als Kunstblumen am Grab.
Sie stehen symbolisch für das besondere Verhältnis zwischen Ehemann Otto, Richard Wagner und Mathilde Wesendonck.
Wem die rote der drei Rosen zugedacht sein soll, wird für immer ein Geheimnis bleiben.


Fotos:
  1. Klaus Bitter

Links:

* * *


18.03.2026

Spiegelungen & Reflexionen

Spiegelungen & Reflexionen




Schriften des Mathilde-Wesendonck-Verbandes - Heft 11
 
Thomas Seidel (Hrsg.)
Spiegelungen & Reflexionen
Beiträge zur Forschung. Mathilde & Otto Wesendonck
Teil II
Herausgegeben von Thomas Seidel
Berlin 2026, Broschur, A5, 348 Seiten, mit zahlreichen Abb., 30,00 €, Gewicht: 555 g
ISSN 2748-2391, ISBN 978-3-9826619-2-6 

 
 
 


 
 
Die Schriften können auch über die Plattform Booklooker bezogen werden. 
    
 
Im Teil I der Spiegelungen & Reflexionen wurden neuere Beiträge der Öffentlichkeit präsentiert. In diesem II. Teil finden Sie ältere Artikel, Beiträge & Aufsätze aus der Zeit Ende 19. Jahrhundert bis in die 40/50er Jahre des 20. Jahrhunderts. 
So reicht das Spektrum der Texte von den ersten Erwähnungen Mathilde Wesendoncks in literarischen Zeitschriften und Lexika, über die Wertschätzung der Wesendonckschen Gemäldegalerie, der Publizierung der Briefe Richard Wagners an Otto und Mathilde Wesendonck bis hin zu Wertungen ihrer Lebensleistungen, begonnen mit ihrem Ableben und in den folgenden Jahren, hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Leben des Dichterkomponisten Richard Wagner – ein ausgewogener Querschnitt der doch reichhaltigen Literatur dieses Zeitabschnittes.
Als Autorinnen und Autoren sind hier vertreten: Edmund Ahrens, Friedrich Brand, Franz Brümmer, Marie von Bunsen, Ernst Friedel, Georg Galland, Wolfgang Golther, Hugo Göring, Albert Heintz, Karl Holl, Georg Kaiser, Gottfried Kinkel, Erich Kloss, Felix von Lepel, Karl Lüstner, Sophie Pataky, Doris Rasp, Otto Richter, Alfred Schulz, Johannes Sigleur, Else Sohn, Arnold Wellmer, Ernst Wimmers-Sonderegger, Hans von Wolzogen und Mathilde Wesendonck als Lyrikerin selbst.
Als Würdigung der Leistung auf dem Gebiet der Erforschung des Lebens Mathilde Wesendoncks steht der Aufsatz der Wuppertaler Bibliothekarin und Forscherin Marie-Luise Baum aus dem Jahr 1961 als eine Art Einführung an erster Stelle dieses Bandes. 

 
 
   
Inhalt:
Vorwort 
     Thomas Seidel
Mathilde und Otto Wesendonk
     1828–1902; 1815–1896; Wuppertaler Biographien, 1961
     Marie-Luise Baum
Rezensionen zu Mathilde Wesendoncks Werken
     Über Land und Meer, 1869
Einer Weltdame
     Der Salon für Literatur, Kunst und Gesellschaft, 1873
     Gottfried Kinkel
     Aus dem Leben einer Verstorbenen, 1872 (1878)
     Karoline Bauer (Arnold Wellmer)
Wesendonck, Mathilde
     Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten 
     des neunzehnten Jahrhunderts, 1890
     Franz Brümmer
Todesanzeigen Otto Wesendonck
     Diverse Zeitungen, 1896, 1897
Eine Verwahrung
     Allgemeine Musik-Zeitung, 1996
     Albert Heintz
Richard Wagner in Zürich
     Ein Gedenkblatt zum 13. Februar; 
     Allgemeine Musik-Zeitung, 1896
     Albert Heintz
Unter uns.
     Otto Wesendonck †; Bayreuther Blätter, 1897
     Hans von Wolzogen
Ein idealer Freundschaftsbund
     Mitgetheilt von Alb. Heintz; Allgemeine Musik-Zeitung, 1898
     Albert Heintz
Zum 18. Februar 1883
     dem Tage der Beisetzung Richard Wagner's zu Bayreuth; 
     Allgemeine Musik-Zeitung, 1898
     Mathilde Wesendonck
Wesendonck, Mathilde
     Lexikon deutscher Frauen der Feder, 1898
     Sophie Pataky
Besichtigung des Wesendonckschen Hauses
     sowie der Gemälde-Galerie, In den Zelten 21, 
     unter Führung des Herrn Professors Dr. Galland; Brandenburgia, 1899
     Georg Galland
A. Der Vorsitzende Geheimrat E. Friedel
     macht folgende Mitteilungen; Brandenburgia, 1900
     Ernst Friedel
Mathilde Wesendonck †
     Berichte und kleine Mittheilungen; 
     Allgemeine Musik-Zeitung, 1902
     Redaktion
Todesfälle / Biographien
     Zürcher Wochen-Chronik, 1902
     — / Jr.
Mathilde Wesendonck †
     Persönliches. Totenliste; Brandenburgia, 1903
     Ernst Friedel
Mathilde Wesendonck is dead
     The Sun, New York, 1902
     Editorial staff
Mathilde Wesendonck
     († 29. August 1902!); Bayreuther Blätter, 1902
     Hans von Wolzogen
Mathilde Wesendonck †
     Die Musik, 1902
     Erich Kloss
Richard Wagner in Zürich
     Zürcher Wochen-Chronik, 1903
     Redaktion
Eine edle Frau
     Deutsche Revue, 1903
     Marie von Bunsen
Wesendonk, Mathilde
     Totenliste des Jahres 1902; 
     Monatshefte für Musik-Geschichte, 1903
     Karl Lüstner
Der Waisenknabe
     Gedicht von Mathilde Wesendonk; 
     Der Welt-Spiegel (Berliner Tageblatt), 1904
     Heinrich Schulz-Beuthen
Wesendonk, Mathilde
     Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog, 1905
     Wolfgang Golther
     Deutscher Nekrolog, 1905
Die Sammlung Wesendonk
     Bonner Zeitung, 1906
     E. R.
Mathilde Wesendonk
     Ein Gedenkblatt zu ihrem zehnjährigen Todestage; 
     Neue Zeitschrift für Musik, 1912
     Georg Kaiser
Erinnerungen an Mathilde Wesendonck
     Der Türmer, 1926
     Hugo Göring
Das Geburtshaus Mathilde Wesendonks 
     im Elberfelder Kipdorf
     Bergisch-Jülichsche Geschichtsblätter, 1931
     Alfred Schulz
Erinnerungen und Familiengeschichten
     Manuskript, 1931
     Else Sohn
Das Erbe der Wesendoncks in Bonn
     General-Anzeiger für Bonn und Umgegend, 1933
     Ernst Wimmers-Sonderegger
Eine Erinnerung an Mathilde Wesendonck
     Zeitschrift für Musik, 1934
     Otto Richter
Mathilde Wesendonck
     Vorwort; Eine Monographie ihrer Werke, 1934
     Doris Rasp
Unbekannte Briefe von Wesendonck an Rappoldi
     Die Musik, 1936
     — [Felix von Lepel]
Mathilde Wesendonck
     Bildnisse und Lebensbeschreibungen; Deutsche Frauen, 1939
     Karl Holl
Der Lebensweg der Wesendonks
     Rheinische Blätter, 1940
     Ernst Wimmers-Sonderegger
Mathilde Wesendonk
     Marie Luise, 1941
     Johannes Sigleur
Friedrich Wilhelm Freiherr von Bissing
     Buchbesprechung. Mathilde Wesendonk, 
     die Frau und die Dichterin, 1942; Die Musik, 1942
     Friedrich Brand
     Neue Zeitschrift für Musik, 1942
     Wolfgang Golther
Medium der Sehnsucht
     Zum 50. Todestage Mathilde Wesendonks; 
     Der Tagesspiegel, 1952
     Edmund Ahrens
Eigene Notizen
Über die Autorinnen und Autoren
Literaturverzeichnis
     Beiträge, Aufsätze & Artikel (eine Auswahl)
     Literatur von Mathilde & Otto Wesendonck
     Weitere Literatur (eine Auswahl)
Namenverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis    
 
Leseprobe:
 
* * *

Bestellung über Thomas Seidel
 
Preis Heft 11: 30,00 €, zuzgl. Versandkosten: 3,50 € (D )


 
 
Download:
 
Links:

* * *

13.06.2025

Briefausgaben Briefverzeichnisse

Mathilde & Otto Wesendonck
Ein Handbuch für Forschung & Information
Materialien zu Leben – Werk – Wirkung
Teil IV: Briefausgaben – Band C  Briefverzeichnisse

 
  
Schriften des Mathilde-Wesendonck-Verbandes - Heft 10
  
Thomas Seidel, Björn Seidel-Dreffke 
Mathilde & Otto Wesendonck
Ein Handbuch für Forschung & Information
Materialien zu Leben – Werk – Wirkung. Teil IV: Briefausgaben, Band C – Briefverzeichnisse
Zusammengestellt von Thomas Seidel 
Berlin 2025, Broschur, A5, 380 Seiten, mit wenigen s/w Abb., 30,00 €, Gewicht: 610 g
ISSN 2748-2391, ISBN 978-3-9826619-1-9
 
 
 
 
Die Schriften können auch über die Plattform Booklooker bezogen werden. 
    
 
Im Jahr 1904 erschienen die Tagebuchblätter und Briefe von Richard Wagner an Mathilde Wesendonck. Herausgegeben wurden sie von Wolfgang Golther im Verlag von Alexander Duncker. Das war im Jahr 2024 vor 120 Jahren. 1905 brachte er dann den Briefwechsel Wagners an Otto Wesendonck heraus, nachdem Albert Heintz bereits 1897/1898 diesen auszugsweise vorstellte. 
Im Band A werden neben diesen auch weitere Herausgaben besprochen. Das sind die von Julius Kapp, Gustav Will und Richard Sternfeld.

Im Band B wird auf zeitgenössische und aktuelle Betrachtungen der Tagebuchblätter und Briefe eingegangen sowie auf weitere Briefpublikationen. Neben dem Briefwechsel Cosimas mit den Herausgebern Golther und Heintz wird u. a. der Briefwechsel mit Karl von Wesendonk mit den Herausgebern, der im Nachlass aufbewahrt wird, hier das erste Mal publiziert. Im zweiten Teil werden weitere Briefwechsel besprochen, darunter die mit Johannes Brahms, Conrad Ferdinand Meyer, Ludwig Ettmüller, Edmund von Mihalovich, Francesco De Sanctis und Mary Burrell.
 
Dr. Björn Seidel-Dreffke verfasste eine entsprechende Einleitung zu den beiden Bänden A und B und ein Literatur-, Namen- und Stichwortverzeichnis ergänzen jeweils die Bände A bzw. B. 

In diesem Band C ist der Anhang zu den Briefausgaben zu finden, die in den Bänden A und B besprochen wurden.
Das ist einmal die alphabetische Auflistung der im Nachlass in Zürich vorhanden Briefe an Mathilde Wesendonck.
Zum anderen wird der aktuelle Stand der Eintragungen in die Datenbank Briefverzeichnis Wesendonck (BVW) in verschiedenen Filterungen aufgelistet. Das sind einmal die Briefe in chronologischer Reihenfolge zu den jeweiligen Absendern, die in den Bänden A und B besprochen wurden, zum anderen die Gesamtliste in der Sortierungen nach der Datenbank-ID.
Die Inhaltsverzeichnisse der Bände A und B werden hier wiederholt dargeboten. Ein Literaturverzeichnis rundet diese Ausgabe ab.
 
 

 
Inhalt: 
Vorwort
Anhang Briefverzeichnisse 
     Briefe im Nachlass Stadtarchiv Zürich 
     BVW – Briefverzeichnis Wesendonck 
          Richard, Minna & Cosima Wagner 
          Johannes Brahms  
          Conrad Ferdinand & Betsy Meyer 
          Ludwig & Swanhild Ettmüller 
          Edmund von Mihalovich 
          Francesco De Sanctis 
          Mary, Willoughby & Sermonda Burrell 
          Karl von Wesendonk 
          Gesamtliste Datenbank-ID 
Literaturverzeichnis   
  
* * *
 
Bestellung über Thomas Seidel

Preis Heft 10: 30,00 €, zuzgl. Versandkosten: 3,50 € (D )


    
 
Download:
 
* * *
 
Links:
 
* * *

23.05.2025

Briefausgaben Weitere

Mathilde & Otto Wesendonck
Ein Handbuch für Forschung & Information
Materialien zu Leben – Werk – Wirkung
Teil IV: Briefausgaben – Band B 
Über diese & weitere Briefausgaben

 
  
Schriften des Mathilde-Wesendonck-Verbandes - Heft 9
  
Thomas Seidel, Björn Seidel-Dreffke 
Mathilde & Otto Wesendonck
Ein Handbuch für Forschung & Information
Materialien zu Leben – Werk – Wirkung. Teil IV: Briefausgaben, Band B – Über diese & weitere Briefausgaben
Zusammengestellt von Thomas Seidel mit einer Einführung von Björn Seidel-Dreffke: „Weißes Blatt Papier oder geistige Inspiratorin? Frauenbriefe – Briefe an Frauen. Zur Geschichte weiblicher Briefkultur und drei Frauen als Korrespondentinnen Richard Wagners“
Berlin 2025, Broschur, A5, 496 Seiten, mit zahlreichen Abb., 35,00 €, Gewicht: 810 g
ISSN 2748-2391, ISBN 978-3-9826619-0-2 

 
 
 
Die Schriften können auch über die Plattform Booklooker bezogen werden. 
    
 
Im Jahr 1904 erschienen die Tagebuchblätter und Briefe von Richard Wagner an Mathilde Wesendonck. Herausgegeben wurden sie von Wolfgang Golther im Verlag von Alexander Duncker. Das war im Jahr 2024 vor 120 Jahren, ein Grund, die Briefwechsel der Wesendoncks etwas näher zu beleuchten. Bereits 1898 brachte Albert Heintz die Briefe Wagners an Otto Wesendonck als Buch im Verlag der Allgemeinen Musik-Zeitung heraus, die im Jahr zuvor bereits als Fortsetzung in dieser Wochenschrift abgedruckt wurden. 1905 war es dann wieder W. Golther, der die Briefe an Otto in gleicher Aufmachung wie die 1904er Ausgabe veröffentlichte.
 
Im Band A wird auch auf weitere Ausgaben zum Briefwechsel Wagner – Wesendonck eingegangen. Das sind die von Julius Kapp, Gustav Will und Richard Sternfeld. Neben den jeweiligen Einleitungen der Herausgeber werden auch die 14 Briefe von Mathilde Wesendonck an Richard Wagner hier in den fünf Schreibweisen dieser fünf Ausgaben abgedruckt. An Hand der einführenden Texte der Herausgeber lässt sich auch der jeweilige Stand der Wagner-Forschung ablesen. Die in den Jahren 1897 bis in die 1920er Jahre erschienenen Abhandlungen zu Wagner spiegeln sich auch in der Bewertung des Briefwechsels Wagner – Wesendonck wider.
 
Im ersten Teil des Bandes B der Briefausgaben wird auf zeitgenössische und aktuelle Betrachtungen der Tagebuchblätter und Briefe eingegangen. Neben dem Briefwechsel Cosimas mit den Herausgebern Golther und Heintz wird u. a. der Briefwechsel mit Karl von Wesendonk mit den Herausgebern, der im Nachlass aufbewahrt wird, hier das erste Mal publiziert.
In einem zweiten Teil werden weitere Briefwechsel besprochen, darunter die mit Johannes Brahms, Conrad Ferdinand Meyer, Ludwig Ettmüller, Edmund von Mihalovich, Francesco De Sanctis und Mary Burrell, die auch zum Teil im Nachlass in Zürich archiviert sind.
Ein Literatur-, Namen- und Stichwortverzeichnis ergänzt jeweils die Bände A bzw. B.
 
Im Band C ist der Anhang zu den Briefausgaben zu finden. Das ist einmal die alphabetische Auflistung der im Nachlass in Zürich vorhandenen Briefe an Mathilde Wesendonck. Zum anderen wird der aktuelle Stand der Eintragungen in die Datenbank Briefverzeichnis Wesendonck (BVW) in verschiedenen Filterungen aufgelistet. Das sind einmal die Briefe in chronologischer Reihenfolge zu den jeweiligen Absendern, die in den Bänden A und B besprochen wurden, zum anderen die Gesamtliste in den Sortierungen nach der Datenbank-ID.

Dr. Björn Seidel-Dreffke verfasste eine entsprechende Einleitung zu den beiden Bänden und ein Literatur-, Namen- und Stichwortverzeichnis ergänzen jeweils die Bände A bzw. B.
 
 

 
Inhalt: (gekürzt Auflistung)
Vorwort
Einführung
     Weißes Blatt Papier oder geistige Inspiratorin?
     Frauenbriefe – Briefe an Frauen.
     Zur Geschichte weiblicher Briefkultur und
     drei Frauen als Korrespondentinnen Richard Wagners
Zur Geschichte weiblicher Briefkultur
Das 19. Jahrhundert im Fokus einer erweiterten Briefkultur
     Deutsche Literatur im Umbruch 
     Der Briefroman 
Richard Wagner und seine weiblichen Korrespondentinnen Minna, Mathilde und Cosima
Tagebuchblätter und Briefe - Betrachtungen zu den Ausgaben
     Drei Briefe an Mathilde Wesendonck
Widerspiegelungen in der Presse 
Betrachtungen zu den Veröffentlichungen 
     Briefwechsel mit Wolfgang Golther
     Briefwechsel mit Karl von Wesendonk 
     Aufsätze & Briefe von Werner Breig
     Abschließende Gedanken 
Versteigerungen & Verkäufe
Mathilde Wesendonck – Weitere Briefausgaben 
     Richard, Minna & Cosima Wagner
     Johannes Brahms
     Conrad Ferdinand & Betsy Meyer
     Ludwig & Swanhild Ettmüller
     Edmund von Mihalovich 
     Francesco De Sanctis
     Mary, Willoughby & Sermonda Burrell 
     Überlegungen zu zukünftigen Briefausgaben
Über die Autoren 
Literaturverzeichnis
Namenverzeichnis 
Stichwortverzeichnis
Abbildungsnachweis 
Abkürzungsverzeichnis  
  
* * *
 
Bestellung über Thomas Seidel

Preis Heft 9: 35,00 €, zuzgl. Versandkosten: 3,50 € (D )


    
 
Download:
 
* * *
 
Links:
 
* * *