31.12.2018

Aktuelles

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2018 - 190. Geburtstag von Mathilde Wesendonck


Am 18. November 1896 stirbt Otto Wesendonck in Berlin.

Am 27. November 1849 wird der Sohn von Mathilde und Otto, Paul Wesendonck, in Düsseldorf geboren.

Am 30. November 1857 wird das erste der Wesendonck-Lieder, Der Engel (In der Kindheit frühen Tagen), gedichtet und komponiert.

Am 1. und am 4. Dezember 1857 wird das Gedicht Träume (Sag', welch wunderbare Träume) gedichtet und komponiert.

Am 15. und 17. Dezember 1857 wird das Gedicht Schmerzen (Sonne, weinest jeden Abend) gedichtet und komponiert.

Am 19. Dezember 1900 starb der Bruder von Otto Wesendonck, Hugo, in New York.

Am 23. Dezember 1828 wurde Mathilde Wesendonck in Elberfeld als Agnes Luckemeyer geboren.

Am 24. Dezember 1861 wurde die Schwiegertochter von Mathilde und Otto, Eveline von Hessenstein, in Túrterebes (Turulung in Rumänien, am Dreiländereck Ungarn-Ukraine-Rumänien) geboren.
 
Vor 160 Jahren dichtete Mathilde Wesendonck die beiden letzten Gedichte, die Richard Wagner unmittelbar danach zu vertonen begann und die später als die Wesendonk-Lieder bekannt wurden.
  
Vor 150 Jahren erschien das Schauspiel in 5 Akten Gudrun von Mathilde Wesendonck.

Mathilde Wesendonck: Gudrun. 1868
Das Schauspiel Gudrun von 1868.

Vor 140 Jahren erschien ihr dramatisches Gedicht in zwei Theilen und einem Vorspiel Odysseus.

Mathilde Wesendonck: Odysseus - ein dramatisches Gedicht in zwei Theilen und einem Vorspiel. 1878
Odysseus, ein dramatisches Gedicht in zwei Theilen und einem Vorspiel von 1878.
  
Vor 130 Jahren erschienen die Kataloge A und B von Otto Wesendonck zu seiner Gemälde-Sammlung.

Otto Wesendonck: Gemälde-Sammlung. Katalog A mit Anhang. 1888
Der Katalog A mit Anhang Gemälde-Sammlung von Otto Wesendonck in Berlin von 1888.

Vor 140 Jahren wurde das Klavierstück von Richard Wagner veröffentlicht - Eine Sonate für das Album von Frau M. W. (WWV 85, komponiert 1853).
  
https://1.bp.blogspot.com/-dNxmSnSkbns/UpjjCAqXXMI/AAAAAAAAF8w/o8tLtxVTIOg/s1600/Sonate_WWV85_02.jpg
Eine Sonate für das Album von Frau M. W. componiert im Jahre 1853 von Richard Wagner. Mainz. B. Schott's Söhne 1878.

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Vers des Tages bei Wesendonck-Wagner.de  
 
http://wesendonck.blogspot.de/2013/12/vers-des-tages.html 

Gedichtszyklus Mignon in Gedichte, Volksweisen, Legenden und Sagen von 1874. 

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30.11.2018

The Zurich Liaison

The Zurich Liaison
That They Praise the Angel



Ein Film der Syquali Crossmedia AG, Zürich (Schweiz), die 2018 an und in historischen Drehorten in Zürich, Wil und dem Berner Oberland einen Film zu Mathilde Wesendonck und Richard Wagner in Zürich dreht. Zudem gibt es Aufnahmen von grossen Naturpanoramen in den Alpen und dem Vierwaldstättersee.


Der Film erzählt von der Entstehung eines Kunstwerkes und den dafür notwendigen Rahmenbedingungen. Die „demokratische Verfasstheit“ des jungen Bundesstaates ermöglichte in der Mitte des 19. Jahrhunderts zahlreichen Künstlern und Wissenschaftlern den Aufbruch in die Moderne. Das kulturelle Klima in Zürich und der Schweiz war ein offenes und auf Zukunft ausgerichtet.
Die Protagonisten im Film spiegeln die Generation Y wider. Die 1850er Jahre stehen der heutigen Jugend weniger fern als man denkt. Die Hipster- und Gründergeneration des 19. Jahrhunderts hatte ähnliche Motivationen wie die heutigen Gründer. Den Aufbruch einer Zeit zu gestalten, die eigene Identität finden in einem weltweiten Umbruch und sich durch Kreativität gegen alte Normen und überholte Erwartungen zu behaupten. Selbst Fashion, Make-up und Bartracht finden in der heutigen Zeit wieder Anklang. Somit ist das Zielpublikum definiert: 16-35. Darüber hinaus verspricht der Film weltweit ein grosses internationales an Kultur und Geschichte interessiertes Publikum, durch den Bezug zu einer weltweit bekannten kulturhistorischen Figur: Richard Wagner.
Die Bildgestaltung ist vom Regisseur Jens Neubert (CH) mit dem Kameramann Harald Gunnar Paalgard (NO) seit 2010 entwickelt worden und wurde 2015 und 2017 in Workshops verfeinert. Sprache, Bewegung, Farbe, Klang erzählen kontrapunktisch die Handlung in tief leuchtenden Räumen. Der Film ist ein Schauspieler-Film und verlangt neben hohem sprachlichen Können von allen die Kunst des Charakterspiels. Als Schweizer Produktionsfirma ist es uns ein Anliegen, die Geschichte dieses Staates auf künstlerisch hochwertige Weise in die Welt zu tragen und wir haben dafür ausgewiesene Fachleute und hochbegabte Darsteller engagiert. Wir sehen den Film — Dank Story, Sujet und Cast — auf internationalen Festivals und in Kinos.
Filmaufnahmen in Wil (wil24.ch), Wil sucht Statisten (tonhallewil.ch), Wil wird zum Wagner-Schauplatz (dieostschweiz.ch), Wagner in Wil (HalloWil.ch), Details zu den Filmaufnahmen (PDF)
 
Tonhalle Wil, Außen- und Innenansicht. (2)

Dieser Film ist die szenische Umsetzung eines Hörbuches, welches Syquali 2013 anläßlich des 200. Geburtstages von Richard Wagner herausgebracht hatte.
 
Richard Wagner - Eine Liaison in Zürich (Box-Set 4 bzw. 7 CDs), Rezension des SW2.

The Zurich Liaison
Spielfilm: Indie Feature Film, Biografie, englisch, Farbe, 120' Dreh und Produktion: 2018 - 2019
Drehorte: Zürich, Wil, Berner Oberland (Schweiz)
Drehzeit: 02.05.2018 - 22.06.2018
Anzahl Drehtage: 37
Premiere: 

Produktion: Syquali Crossmedia AG (Schweiz)
Regie: Jens Neubert
Kamera: Harald Gunnar Paalgard
Requisiten, Set-Dekorateurin: Géraldine Dardano 
Casting: Nina Moser 
Koordinatorin Wil: Florence Leonetti 
Maler des Gemäldes "Mathilde Wesendonck": Marcel Teske 

Hauptrollen:   
Mathilde Wesendonck: 
Otto Wesendonck: Rüdiger Hauffe
Richard Wagner:
Minna Wagner: Julienne Pfeil

Nebenrollen:
Anonymer Herr: Werner Biermaier 
Roland Bonjour 
Lisa Brand
Emma Herwegh: Lotti Happle
Caspar Kaeser 
Der Blechschmied: Leonardo Nigro
Franz Liszt: Patrick Rapold
Gottfried Semper: Oliver Stein

Links:

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31.08.2018

Drei Rosen - Grabaktion 2018

Drei Rosen für ... - Grabaktion 2018




Faszinierende Mathilde-Wesendonck-Gedenkfeier mit dem RWV Köln

31. August 1902. Tod der Frau, die die Musikgeschichte grundlegend verändert hat:

Musik trat durch sie in eine neue Dimension, so Klaus Bitter, 2013 Gründungsmitglied des Mathilde-Wesendonck-Verbandes. „Sie war es, die Richard Wagner neue Töne fühlen ließ. Sie war es, nach der Wagner nicht mehr Gassenhauer schrieb.“

Der Richard Wagner Verband Köln war mit einer gut 10 Mann- und Frau-starken Truppe angereist, um etwas mehr über die Frau zu erfahren, die so eng mit dem Schaffen Richard Wagners verbunden ist.

„Warum liegt ihr Grab nicht in Köln?“ Anschaulich, ihre Familiengeschichte einbeziehend, war wirklich nur eine Schlussfolgerung möglich: „Ja, das Grab musste nach Bonn. Denn in Bonn war plötzlich ein junger Sohn Mathildes verstorben. Mathilde und ihr Mann Otto, der reiche Seidenhändler, waren aber im fernen Ägypten – und der Junge musste schließlich unter die Erde.“

Und nun öffnete sich für Bitter das Tor, um die Kongenialität zwischen der jungen Mathilde und Wagner aufzuzeigen, indem Bitter enthusiastisch drei der Wesendonck-Lieder als Texte vortrug.

Dieses, konnte er nachweisen, war Mathildes Sicht, dass Liebe bis zum Tode ging – und dann „versinkt in der Gruft“.

Doch Wagners Sicht wurde ja dann eine andere – nicht Liebe bis zum Tod, sondern Liebe nach dem Tod, Liebe durch den Tod: „Liebestod“ – als Hoffnung für jene, die wie er und Mathilde auf der Erde nicht zusammenkommen können.

Mit großem Pathos legte Bitter dar, dass der „Liebestod“ textlich vom Physischen („Seht ihr's nicht?“) zum Metaphysischen übergeht – Tristan als Lichtwesen.

Mehr noch: Wagner beschreibt im Finale, im Höhepunkt der Oper dann nicht einmal mehr das Höchste der Liebe – sondern das Höchste der Musik: „Hör ich nur diese Weise“. Musik, auf deren Wellen Tristan entschwebt, um sich im All endlich mit Mathilde zu vereinen: „Allumfangen – Höchste – Lust“.

Ergriffen lauschten die Wagnerianer in diesem Verständnis dem „Liebestod“ vom Band, um dann zum jährlichen Höhepunkt am Grab Mathildes zu schreiten:

27 gelbe und rote Rosen wurden in kleinen Dreiergruppen am Grab verteilt – Sinnbild für das fruchtbare Dreiecksverhältnis zwischen Mathilde, ihrem Mann Otto und Wagner: Zwei rote und eine gelbe Rose, oder eine rote, zwei gelbe Rosen.
 

Ein rundum faszinierender Nachmittag. Eingeleitet durch einen nicht minder interessanten Spaziergang über den Alten Friedhof mit Stadtführer Lankes – vorbei am Grab von Mutter Beethoven, vorbei am Grab der Frau und dem Sohn von Friedrich von Schiller und vorbei am bombastischen Grab von Robert und Clara Schumann.
 
 
Christian Stürzl, Vorsitzender des Richard-Wagner-Verbandes Köln, hatte gottlob eine kleine Stärkung mitgebracht: Zwieback. Natürlich nicht, ohne den bewusst zwiespältig formulierten Brief Wagners an Mathilde über ihren leckeren Zwieback vorzutragen.

Dass die Tüte irgendwann verschwunden war, lag an Karin Isolde, der Tochter von Klaus Bitter. Sie hatte vorher eifrig mitgeholfen, das Grab wieder auf Hochglanz zu polieren – und hatte jetzt Hunger! Ihretwegen hatte Bitter den Verband 2013 gegründet – mit Thomas Seidel, Betreiber der Seiten Mathilde-Wesendonck-Verband.de und Wesendonck-Wagner.de.
 
 
Ein toller Nachmittag. Wer nicht dabei war, hat was verpasst. Pech gehabt – und keinen Zwieback bekommen! Die nächste Chance bietet sich am Samstag, den 31.08.2019 – 15 Uhr, Treffen am Eingang zum Alten Friedhof: „Höchste – Lust!“

Kontaktdaten:
  • Mathilde-Wesendonck-Verband: Klaus Bitter: OneTwoThree@Web.de
  • Richard-Wagner-Verband Köln: Christian Stürzl: st.chris@me.com
  • Stadtführer Bonn: Toni Lankes: TLankes@t-online.de





Bilder:
  1. Klaus Bitter

Links:

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