Drei Rosen für ... - 2026
Das Mathilde-Wesendonck-Jahr 2028 (MWJ2028) wirft seine Schatten voraus
Es gibt bereits erste Überlegungen, welche Aktivitäten im Jahr 2028 laufen können.
Aber auch das Familiengrab auf dem Alten Friedhof von Bonn muss natürlich 2028 top sein.
Eine grundständige Reinigung und ein grundständiger Schutz, insbesondere des roten, weichen Main-Sandsteins, erfordert jedoch große Vorbereitung:
Womit dürfen der rote Granit und der rote Main-Sandstein (nicht!) gereinigt und behandelt werden?
Wie vor allem will man den roten Main-Sandstein, aus dem die Pfeiler sind, schützen?
Wie bekommt man den Grünspan insbesondere aus dem roten Main-Sandstein heraus?
Aber auch das Familiengrab auf dem Alten Friedhof von Bonn muss natürlich 2028 top sein.
Eine grundständige Reinigung und ein grundständiger Schutz, insbesondere des roten, weichen Main-Sandsteins, erfordert jedoch große Vorbereitung:
Womit dürfen der rote Granit und der rote Main-Sandstein (nicht!) gereinigt und behandelt werden?
Wie vor allem will man den roten Main-Sandstein, aus dem die Pfeiler sind, schützen?
Wie bekommt man den Grünspan insbesondere aus dem roten Main-Sandstein heraus?
Das Mittel zur Reinigung
Das Mittel der Wahl sowohl beim roten Granit als auch beim roten Main-Sandstein ist bei der Reinigung, nach stundenlanger Recherche, Wasserstoffperoxid, damit praktisch Wasser mit Sauerstoff.
Dieser zersetzt organische Strukturen.
Anschließend kann man diese abwaschen oder herausspritzen.
Nach der Reinigung muss dann ein entsprechender Schutz erfolgen.
Beim roten Granit ist jedoch höchste Vorsicht geboten, denn die goldene Schrift, echtes Blattgold, darf nicht beschädigt werden.
Das Finish
Beim roten Granit ist das relativ einfach: Wie vor 14 Jahren, 2012, mit Mellerud Granit Seife.
Bis heute glänzt der Granit wie im 2012 hervorgeholten Glanz.
Schwieriger wird es beim roten Main-Sandstein.
Aber auch hier gibt es Schutzmittel verschiedener Hersteller.
Die große Reinigungsaktion … kommt!
Die große Reinigungsaktion fand in diesem Jahr noch nicht statt, weil mir dafür etwas sehr Wesentliches fehlt: ein akkubetriebener Hochdruckreiniger.
Diesen werde ich erst günstiger im Winter kaufen.
Eine der ganz großen Schwierigkeiten ist, dass es auf diesem alten Friedhof kein sauberes Trinkwasser gibt, sondern im Hitzesommer 2026 entweder überhaupt kein Wasser oder aber Brunnenwasser.
Wenn man nun also an diesem besonderen Grab die organischen Strukturen entfernen möchte und macht dieses mit Wasser, das selbst organische Strukturen enthält, kann das nicht funktionieren.
Dieses Jahr hatte ich 20 Liter frisches Wasser in Kanistern mitgenommen.
Sollte der Hochdruckreiniger irgendwann da sein, müsste ich dieses Volumen mit Sicherheit auf 50 oder noch mehr Liter erhöhen.
Was 2026 bereits getan wurde
Also blieb es in diesem Jahr zunächst bei der Erarbeitung der theoretischen Grundlagen und dem Entfernen von Efeu und weiterem Grünbewuchs auf den beiden Nachbargräbern.
Ein Laubbläser ermöglichte es mir, das viele Laub und die vielen Buchecker auf einen Haufen zusammenzutragen, der dann später von den Friedhofsgärtnern weggeschafft werden konnte.
Mathildes Blutbuche
Überhaupt ist es notwendig, an dieser Stelle ein Wort zu der Blutbuche am Wesendonck-Grab zu verlieren.
Recherchen im offiziellen Baumverzeichnis der Stadt Bonn haben ergeben, dass diese Blutbuche im exakt gleichen Jahr gepflanzt wurde, in dem das Grab 1882 zum Tode des Sohnes Hans in Bonn angelegt wurde.
Nun, ganz so eindeutig, wie behauptet, ist die Sache nicht.
Da in unserem kleinen Mathilde-Wesendonck-Verband-Kreis unter anderem auch eine sehr gewissenhafte Wissenschaftlerin ist, die frühere Direktorin des Stadtmuseums, muss man feststellen: Es gibt keinen eindeutigen Beleg oder Hinweis darauf, dass die Buche in der Tat 1882 gepflanzt wurde.
Das Geburtsjahr der Blutbuche ist für das Jahr 1882 sehr naheliegend, aber nicht bewiesen.
Es lässt sich auch nicht behaupten, dass die Blutbuche von 1882 an bis heute einem entsprechenden Alter entsprechen würde, denn vielleicht war sie bei der Pflanzung bereits drei Jahre alt.
Der Begriff „Mathildes Blutbuche“ ist in diesem Sinne keine wissenschaftliche Feststellung, sondern der Hinweis auf eine Wahrscheinlichkeit.
Aber auch überdies: Ja, die Buche steht am Mathildes Grab, weshalb die Bezeichnung „Mathildes Blutbuche“ durchaus richtig ist.
Doch ach und weh: Der Baum befindet sich im Zustand 4 – das ist der schlimmste Gesundheitszustand, den ein Baum erreichen kann.
Blutbuchen leiden extrem unter der Hitze und Trockenheit.
Bereits vor Jahren haben in der Krone Stutzungsmaßnahmen stattgefunden: Wenn man ganz genau hinschaut, kann man auch eine Stange in der Krone erkennen.
Wir versuchen gerade, mit dem Grünamt der Stadt Bonn zum Zustand der Blutbuche weitere Informationen einzuholen.
Entsprechend befand sich im Jahr 2026 auf Mathildes Grab eine Unzahl von Bucheckern.
Dieses kann begründet durchaus als letzte Notmaßnahme eines im Überlebenskampf befindlichen Baumes verstanden werden.
War Mathilde am Grab?
Im Zusammenhang mit Mathildes Blutbuche hatten wir noch eine weitere, hochinteressante Mail-Diskussion in unserem kleinen Kreis.
Nicht nur ist unklar, ob Mathilde gar selbst die Blutbuche gepflanzt hat, sondern vor allem auch, ob sie überhaupt jemals an ihrem Grab war.
Auch hier haben wir eine ähnliche Beweissituation: Wirklich alles spricht dafür, dass Mathilde selbstverständlich nicht nur am Grab stand und weinte, als sie mit Ehemann Otto und Tochter Myrrha aus Ägypten zurückkam und die Todesnachricht vom Tode ihres Lieblingssohnes Hans durch Schwiegersohn von Bissingen erhielt.
Es spricht ebenso alles dafür, dass sie bei den Beisetzungen ihres geliebten Ehemannes Otto und ihrer Tochter Myrrha am Grab stand und weinte und vielleicht die Blutbuche mit Wasser versorgte.
Aber doch: Wissenschaft ist Wissenschaft.
Wir haben bislang keinen eindeutigen Beweis dafür.
Es gibt kein entsprechendes Foto.
Wir haben bis jetzt keinen Hinweis in persönlichen Briefen oder in Schriftstücken befreundeter anderer Personen.
Gefunden hatte die frühere Direktorin des Stadtmuseums Bonn einen Zeitungsartikel, der über die Teilnahme ihres Schwiegersohnes Karl, der inzwischen rechte Hand des Kaisers geworden war und eigens aus Sankt Petersburg angereist war, an einem Begräbnis berichtete.
Aber Mathilde wird in dem kleinen Artikel nicht erwähnt!
War sie vielleicht am Grab, aber wurde nicht erwähnt?
Das ist durchaus möglich und naheliegend, weil die entsprechende Literatur zur Bedeutung Mathildes erst später erschien.
Wurde sie vielleicht deshalb … noch nicht erwähnt?
Im Zusammenhang mit Mathildes Blutbuche hatten wir noch eine weitere, hochinteressante Mail-Diskussion in unserem kleinen Kreis.
Nicht nur ist unklar, ob Mathilde gar selbst die Blutbuche gepflanzt hat, sondern vor allem auch, ob sie überhaupt jemals an ihrem Grab war.
Auch hier haben wir eine ähnliche Beweissituation: Wirklich alles spricht dafür, dass Mathilde selbstverständlich nicht nur am Grab stand und weinte, als sie mit Ehemann Otto und Tochter Myrrha aus Ägypten zurückkam und die Todesnachricht vom Tode ihres Lieblingssohnes Hans durch Schwiegersohn von Bissingen erhielt.
Es spricht ebenso alles dafür, dass sie bei den Beisetzungen ihres geliebten Ehemannes Otto und ihrer Tochter Myrrha am Grab stand und weinte und vielleicht die Blutbuche mit Wasser versorgte.
Aber doch: Wissenschaft ist Wissenschaft.
Wir haben bislang keinen eindeutigen Beweis dafür.
Es gibt kein entsprechendes Foto.
Wir haben bis jetzt keinen Hinweis in persönlichen Briefen oder in Schriftstücken befreundeter anderer Personen.
Gefunden hatte die frühere Direktorin des Stadtmuseums Bonn einen Zeitungsartikel, der über die Teilnahme ihres Schwiegersohnes Karl, der inzwischen rechte Hand des Kaisers geworden war und eigens aus Sankt Petersburg angereist war, an einem Begräbnis berichtete.
Aber Mathilde wird in dem kleinen Artikel nicht erwähnt!
War sie vielleicht am Grab, aber wurde nicht erwähnt?
Das ist durchaus möglich und naheliegend, weil die entsprechende Literatur zur Bedeutung Mathildes erst später erschien.
Wurde sie vielleicht deshalb … noch nicht erwähnt?
Die neue Postkartenbox
Gleichwohl gibt es am Grab auch eine Neuerung, über die ich lange nachgedacht habe: An dem Grab befindet sich nun eine kleine Postkartenbox.
Aus dieser kann man sich eine Postkarte mit dem Gemälde von Mathilde und Kontaktdaten auf der Rückseite mitnehmen.
Gleichwohl gibt es am Grab auch eine Neuerung, über die ich lange nachgedacht habe: An dem Grab befindet sich nun eine kleine Postkartenbox.
Aus dieser kann man sich eine Postkarte mit dem Gemälde von Mathilde und Kontaktdaten auf der Rückseite mitnehmen.
Die drei Rosen
Und: Es gibt noch eine wichtige Änderung.
Seit dem 31. August 2026 befinden sich nun durchgehend unsere symbolischen zwei gelben und eine rote Rose als Kunstblumen am Grab.
Sie stehen symbolisch für das besondere Verhältnis zwischen Ehemann Otto, Richard Wagner und Mathilde Wesendonck.
Wem die rote der drei Rosen zugedacht sein soll, wird für immer ein Geheimnis bleiben.
Fotos:
- Klaus Bitter
Links:
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